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How to: Der Leitfaden für deinen CleanUp

Der Blue Awareness e.V. setzt sich für weniger Müll in den Meeren ein. Blue Awareness steht für das Bewusstsein, dass jeder Einzelne etwas zum Schutz der Natur beitragen kann – Jeder Einzelne zählt. Ändert sich das Bewusstsein, so ändert sich auch das Verhalten der Menschen. Darum ist es unsere Mission, dieses Bewusstsein zu verbreiten. Eine Möglichkeit, um Freunde, Bekannte und Familie positiv zu beeinflussen ist die Veranstaltung eines Clean-Ups! 

 

Müll, der in der Natur landet, gelangt oft über Bäche und Flüsse vom Festland in die Ozeane. Darum sind Clean-Ups eine große Hilfe im Kampf gegen die Plastikverschmutzung. Außerdem setzen sich alle Helfer sehr intensiv mit dem Müll in Ihrer Umgebung auseinander – das stärkt ihr Bewusstsein und macht einen Clean-Up umso wertvoller. Die Frage ist jedoch: Wie gehe ich die Organisation eines solchen Clean-Ups an? Wir stellen euch hiermit einen Leitfaden bereit, um einen Clean-Up möglichst erfolgreich über die Bühne zu bringen. ​

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  1. Wer macht bei dem Clean-Up mit?

 

Jeder, der möchte, kann etwas für die Umwelt tun! Hier gilt das Prinzip: „Jeder Einzelne zählt“. Ob du dir deine besten Freunde schnappst, einen Aushang ausdruckst und in der Schule aufhängst oder in den sozialen Medien Werbung machst – die Entscheidung liegt ganz bei dir. Menschen, die den Clean-Up durch Zufall (oder deine Planung) beobachten, fangen an, ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen oder machen das nächste Mal selbst mit. Also lautet der erste Schritt: Mitstreiter gewinnen und sichtbar sein! Du könntest zum Beispiel eine Veranstaltung auf Social-Media-Kanälen erstellen und teilen oder eine Presseveröffentlichung organisieren (das geht leichter als gedacht; gerade lokale Zeitungen unterstützen solche Aktionen sehr gerne, selbst Radiosender schalten einen kleinen Hinweis). 

 

In den Social-Media-Kanälen kannst du bei Umweltschutzorganisationen anfragen (z.B: Blue Awareness, BUND, NaBu, die Grünen, …), ob sie mitmachen wollen und die Veranstaltung auf ihren Profilen teilen. 

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2. Wo soll ein Clean-Up durchgeführt werden?

 

In der Regel am besten da, wo besonders viel Müll rumliegt. Leider findet man diesen schnell, ohne lang suchen zu müssen. Schau am besten mal bei deinem nächsten Weg zur Schule oder bei einem Spaziergang, wo besonders viel Müll herumliegt und wo du der Umwelt etwas Gutes tun kannst

 

Ansonsten kannst du einfach deine Mitstreiter fragen, wo aufgeräumt werden soll. Meistens kennen ein paar Personen mindestens eine ganz schlimme Stelle in der Nähe, an der sehr viel Müll liegt (zufällig in der Nähe eines Restaurants oder Ladens? Dann wäre das ein super Ansatz, den Restaurant- oder Ladenbesitzer nach Unterstützung zu bitten – zum Beispiel in Form von kostenlosen Getränken für alle Helfer!).

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3. Welches Equipment wird bei einem CleanUp benötigt? 

 

Um einen Clean-Up erfolgreich durchzuführen, benötigst du folgende Utensilien:

  • Handschuhe

  • Müllzangen

  • Müllbeutel(geht das auch plastikfrei? – Ja, indem man statt Plastikbeuteln alte Kopfkissenbezüge, Eimer, Tonnen oder Stoffsäcke mitnimmt) 

  • Handy/Kamera, um den Clean-Up zu dokumentieren

Achtung: Bevor du dir neues Equipment zum Müllsammeln besorgst, häufig stellen Gemeinde, Städte oder Entsorgungsbetriebe Zangen und Handschuhe zur kostenlosen Verfügung. Der Blue Awareness e.V. verleiht auch ein kostenloses Clean-Up Set um deinen Clean-Up zu unterstützen. 

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4. Wann soll ein Clean-Up stattfinden? 

 

Der Clean-Up kann stattfinden, wann auch immer es dir passt! Beachte, dass du bei öffentlichen Clean-Ups je nach Wochentag und Uhrzeit bestimmte Gruppen ausschließt (in der Regel können sich viele nachmittags mehr Zeit einräumen als morgens). 

 

Ganz wichtig: Kommuniziere eine klare Zeit und einen eindeutigen Treffpunkt, bei dem sich alle versammeln können!

Image by Paweł Czerwiński
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5. Was muss noch vor dem Clean-Up geschehen? 

 

Damit der gesammelte Müll am Ende auch abgeholt wird, kannst du bei der Stadt anrufenund deinen Clean-Up ankündigen. Die Stadt gibt dir dann Bescheid, wo und wann die entstandenen Müllsäcke eingesammelt werden. Alternativ kannst du auch bei Entsorgungswerken, der Abfallwirtschaft oder der Gemeinde anfragen. Oft bietet die Stadt dir auch die Möglichkeit, Zangen und Müllsäcke bereitzustellen. 

 

Informier dich über eine eventuelle Mülltrennung, damit beim Sortieren des Mülls klar ist, was in eurer Gemeinde in welche Tonne gehört (z.B. Glas, Plastik, Zigarettenstummel…). 

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6. Was geschieht während des Clean-Ups? 

 

Pünktlich am Treffpunkt sein und deine Freunde und weitere Neuankömmlinge begrüßen. Für die nächsten Stunden bildet ihr ein Team! Ansonsten das Equipment verteilen und ggf. ein erstes Gruppenfoto machen (hier am besten fragen, ob jemand ein Problem damit hat, fotografiert zu werden). Danach erklärst Du allen nochmal ganz deutlich, welchen Bereich ihr aufräumen wollt und bis wann alle zurück sein sollten. Gerne könnt ihr den Clean-Up auch live mitverfolgen und auf Social-Media-Kanälen dokumentieren!

 

Ansonsten gilt: Müll sammeln, was das Zeug hält! Jeder noch so kleine Strohhalm hat eine Wirkung auf die Umwelt. 

 

Wenn ihr euch in Gruppen aufteilt, versuche, bei vielen verschiedenen Mitstreitern kurz mitzusammeln, um für alle präsent zu bleiben. 

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7. Was geschieht nach dem Clean-Up?

 

Unbedingt ein Gruppenfotomit dem gesammelten Müll und den motivierten Helfern schießen! Es wäre super, wenn du deinen Clean-Up möglichst dokumentierst. Gerne kannst du auch die Anzahl der Teilnehmer, die Dauer des Clean-Ups und die Menge an Müllsäcken notieren. 

 

Je mehr Menschen von ihm erfahren, desto mehr Bewusstsein kannst du nachhaltig in deiner Umgebung schaffen und so eine hohe Wirkung erzielen! 

 

Ansonsten wäre es super, wenn du eine kurze Beschreibung und das Gruppenbild des Clean-Ups an eine Lokalzeitung deiner Wahl versendest. Das ist aber natürlich nur das Sahnehäubchen. Zuerst ist es toll, dass du dich an so ein Projekt wagst und kannst sehr stolz auf dich sein – du gehörst zu den Helden der Meere!